Red Rising
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Ich tue mich relativ schwer genau zu sehen wo die Sozialkritik angebracht wird und was Browns Sichtweise ist. Es geht um eine futuristische Gesellschaft, in der es verschiedene Klassen gibt, die sich durch ihre Hautfarbe unterscheiden (bisschen on the nose aber ok). Die Roten werden im Glauben gehalten, dass sie für eine zukünftige Gesellschaft arbeiten, während die goldenen schon im Paradis leben. Soweit ist sein Standpunkt klar, doch dann wird unser Protagonist in die Akademie der Goldenen eingeschleust und muss dafür deutlich stärker, schneller, intelligenter und besser aussehend gemacht werden. Zeigt uns der Author damit die Überlegenheit von Gold? Wahrscheinlich. Ich lese es so, dass trotz ihrer Überlegenheit in nahezu allen Bereichen, sie kein Recht haben andere Rassen zu versklaven. Das wäre eine gute Message. Was ich sehr interessant finde, ist dass unserem Protagonist langsam aber sicher seine eigene Identität verloren geht. Er tut all die Dinge selbst, die er bei den Goldenen so verachtet. Nicht nur das, er ist in der Akademie der Goldenen der Skrupelloseste und verhält sich teilweise wie ein Tyrann. Ja ich sehe, dass sein Sieg am Ende kommt, weil er aufhört andere zu versklaven und anfängt sie freiwillig für sich zu gewinnen. Dies ist aber für ihn ein rein rationaler Gedanke und kein emphatischer. Er genießt seine Macht. Macht ist ein sehr interessantes Konzept in Red Rising, da die Goldenen ihre Herrschaft mit Macht rechtfertigen. Sie glauben zutiefst an das Recht des Stärkeren (dabei kann stark aber auch intelligent oder skrupellos sein). Das ist pretty much Nietzsche’s Übermensch. Unser Protagonist gewinnt durch Kooperation. Auch das ist Stärke und auch das setzt sich durch. Die Geschichte gibt uns keine wirkliche Kritik am Übermensch-Gedanken. Zumindest noch nicht. Ich bin gespannt wie sich das in den nächsten Teilen entwickelt.
Plato’s republic?